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Dschibuti auf der UN Klimakonferenz COP 23 in Bonn

Botschafter S.E: Adem Mohamed Dileita, präsentierte auf der COP 23 Klima Konferenz in Bonn am 16. November in einer Rede den Standpunkt der Republik Dschibuti zum Klimawandel.

(Die Rede wurde in französischer Sprache gehalten und durch die Botschaft ins Deutsche übersetzt.)

Herr Präsident,
Herr Generalsekretär der Vereinten Nationen
Meine Damen und Herren,
Frau Exekutivsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen,
Sehr geehrte Damen und Herren, Delegationsleiter,

Gestatten Sie mir zuerst, der Regierung und dem deutschen Volk für den herzlichen Empfang zu danken, den wir seit unserer Ankunft in dieser wunderschönen Stadt Bonn erhalten haben. Mein Dank geht auch an die Exekutivsekretärin des Konvents, Frau Spinoza, die die notwendigen Vorkehrungen getroffen hat, um unsere Arbeit während dieser Konferenz zu erleichtern.
Lassen Sie mich auch die Erklärungen, die im Namen der LDC von Äthiopien, im Namen Afrikas von Mali und im Namen der G77 von China und von Ecuador abgegeben wurden, uneingeschränkt unterstützen.
Der Klimawandel ist jetzt eine ernsthafte und wachsende Bedrohung für alle Länder, insbesondere für afrikanische Länder und kleine Inselstaaten. Das Abschmelzen von Gletschern, der Anstieg des Meeresspiegels, die Vermehrung von Hurrikanen und Dürren sind die Folgen der globalen Erwärmung, die durch die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre verursacht wird.

Das Jahr 2017 ist geprägt von Naturkatastrophen wie Hurrikanen, Überschwemmungen, Dürren und Bränden, die Infrastruktur zerstört haben. Die dadurch Vertriebenen werden von der internationalen NGO OXFAM zu Recht als Klimaflüchtlinge bezeichnet. Hurrikane Harvey, Irma und Maria haben die Karibik und den Südosten der USA verwüstet. Monsun-Überschwemmungen haben Millionen von Menschen in Nepal, Bangladesch und Indien betroffen. In Afrika haben Dürren Somalia und Überschwemmungen in der Demokratischen Republik Kongo verursacht. Diese Naturkatastrophen zeigen, dass der Klimawandel alle Kontinente betrifft und dass die Antwort der internationalen Gemeinschaft dringend und global sein muss.
Bedauerlicherweise erreicht das derzeitige Engagement der Länder zur Verringerung der Treibhausgasemissionen nicht das Ziel, die Temperatur unter 2° C zu halten. Daher müssen die Industrieländer angesichts ihrer historischen Verantwortung und ihrer technischen und finanziellen Leistungsfähigkeit größere Anstrengungen unternehmen, um die Emission von Treibhausgasen erheblich zu reduzieren.
Trotz seines marginalen Beitrags zur Erderwärmung ist Afrika besonders anfällig für den Klimawandel, einschließlich Dürren, Überschwemmungen und Anstieg des Meeresspiegels, weshalb die Anpassung an den Klimawandel eine Priorität für unsere Länder darstellt.

Herr Präsident,
Die Republik Dschibuti ist bereits mit Wasserknappheit, geringer Produktivität in der Landwirtschaft, verheerenden Überschwemmungen, wiederkehrenden Dürren, steigenden Meeresspiegeln und gesundheitlichen Problemen aufgrund des Klimawandels konfrontiert . Die Regierung von Dschibuti hat mit Unterstützung ihrer Entwicklungspartner Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel durchgeführt, um die Widerstandsfähigkeit gefährdeter Bevölkerungsgruppen, empfindlicher Ökosysteme und kritischer Infrastrukturen zu erhöhen.
Im Klimaschutzbereich hat Dschibuti bereits ein Stromverbundprojekt mit Äthiopien abgeschlossen. Darüber hinaus verfügt Dschibuti über ein großes Potenzial an erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind und Geothermie. Unser Land verfügt jedoch nicht über ausreichende Mittel, um dieses Potenzial zu erschließen.
Internationale Finanzierung ist für die Umsetzung des Übereinkommens von Paris unerlässlich. Mit Bedauern stellen wir jedoch fest, dass die in Paris gemachten finanziellen Zusagen nicht erfüllt wurden.
So hat der Green Climate Fund weniger als 10 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus ist der Fonds der am wenigsten entwickelten Länder unterfinanziert, und viele Projekte, die technisch genehmigt sind, warten auf eine Finanzierung. Wir fordern daher die Industrieländer dringend auf, diesen Fonds so schnell wie möglich zu retten. Wir fordern außerdem, dass der Anpassungsfonds als Finanzierungsinstrument für das Pariser Übereinkommen verwendet wird.
Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Entwicklungsländer über eine zugängliche, angemessene, vorhersehbare und nachhaltige Finanzierung verfügen, um Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels umzusetzen.
In diesem Zusammenhang fordern wir die internationale Finanzierung im Kampf gegen den Klimawandel gerecht geteilt zwischen Minderungsmaßnahmen und Anpassungsmaßnahmen.

Herr Präsident,
Der Zugang zu sauberer Technologie ist für die Entwicklungsländer von grundlegender Bedeutung, um eine emissionsarme und klimaresistente Entwicklung zu ermöglichen.
Entwicklungsländer verfügen nicht über ausreichende nationale Kapazitäten, um mit den negativen Auswirkungen des Klimawandels fertig zu werden. Daher ist der Aufbau von Kapazitäten für die Durchführung von Klimaschutzmaßnahmen erforderlich, einschließlich der Formulierung und Aktualisierung nationaler Beiträge und nationaler Pläne zur Anpassung an den Klimawandel.
Abschließend möchte ich betonen, wie wichtig es ist, ein Arbeitsprogramm für Schäden und Verluste aufzustellen, um Entwicklungsländer, die mit immer extremeren Ereignissen konfrontiert sind, angemessen zu unterstützen. häufiger und intensiver.

Ich danke Ihnen für Ihre freundliche Aufmerksamkeit.

S.E. Aden Mohamed Dileita, Bonn, 16. November 2017

Die Rede in französischer Sprache kann hier heruntergeladen werden. Der Video-Stream ist hier abrufbar. Dazu muss zu diesem Punkt hinuntergescrollt werden:

"19:55:34 +01:00 His Excellency Mr. Aden Mohamed Dileita, Ambassador of Djibouti to Germany":